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Geschichte des Klosters

Zeittafel zur Entwicklung des Franziskanerklosters!

Das Franziskanerkloster ist das einzige von den drei  Zeitzer Klöstern [Benediktinerkloster Posa (Bosau um 1114) und Benediktiner-Nonnenkloster St. Stephan (1147)], das mit seiner Kirche, dem Kreuzgang und den ihn umgebenden Klausurgebäuden, erhalten geblieben ist.

1238

Die Ersterwähnung des 1221 gegründeten Ordens der Franziskaner  für Zeitz ist in einem Hirtenbrief des Bischof Engelhard bezeugt

1260

Indulgenzbrief des Magdeburger Erzbischofs für die Kirche der Zeitzer Franziskaner (Ecclesia Frarum Minorun in Ciz)…allen Gläubigen, die die Kirche an den Festen der Patrone, der Heiligen Franziskus, Antonius und Clara und am Tage der Kirchweihe besuchen, wird 40 Tage Ablass gewährt.

um 1300-um 1330

Vergrößerung des Kirchenbaus nach Osten um einen vierjochigen Chor mit einem polygonalen 5/10-Schluss

um 1447-1517

Einwölbung der Kirche, Neubau des nördlichen Kreuzgangs und Öffnung des Unter-, als auch des Obergeschosses als Neben- und Emporenraum zum Langhaus durch fast jochbreite Arkaden und Errichtung des Dachwerks über der Kirche und dem nördlichen Kreuzgang

1505

Der Zeitzer Rat erteilt die Erlaubnis, gegen Lesen von Seelenmessen Wasser aus dem Brunnen der Brüdergasse in das Kloster zu leiten; in diesem Zusammenhang ist der Bau der „Tonsurkapelle“ (sonst Brunnenhaus genannt), vom westlichen Kreuzgangflügel in den Klosterhof vorspringend, mit ihrem gratigen Netzgewölbe und Zeltdach zu nennen.

1541

Das Kloster wird im Zuge der Reformation durch Kurfürst Johann Friedrich I. von Sachsen aufgelöst. Die verbliebenen Mönche durften bis zum Tod weiter hier wohnen.

1541

Wenige Monate nach der Säkularisation zieht die 1540 vom Zeitzer Rat begründete “Zeitzer Lateinschule” in das ehemalige Kloster; die Nutzung als Schulstandort  ist bis 1998 durch verschiedene Schulformen erfolgt.

1542

Am 22. Januar predigt Martin Luther in der Kirche; Anlass war sein Aufenthalt in Zeitz zur Amtseinführung des ersten evangelischen Bischofs Nikolaus von Amsdorf am Vormittag desselben Tages in der Stiftskirche (heute Dom St. Peter und Paul im Schloss Moritzburg Zeitz).

 Foto: Rene Weimer

1689-92

Erneuerung der Kirche unter Herzog Moritz von Sachsen-Zeitz und Einbau von Seitenemporen und herzoglicher Loge.

1828-2005

Die Stiftsbibliothek einschließlich der Privatbibliothek von Bischof Julius Pflug (letzter Bischof von Naumburg-Zeitz, gest. 1564) ist im ehemaligen Kloster untergebracht. (Seit 2007 befindet sie sich im Torhaus von Schloss Moritzburg Zeitz)

1870-74

Rückbau der herzoglichen Emporen, Neubau einer Sakristei und Schließung der Öffnungen zum nördlichen Kreuzgangflügel.

1876-77

Der Ostflügel des Klosters wird neu ausgebaut und der Neubau der Aula errichtet.

1900-1902

Neubau eines Gebäudes am Steinsgraben. Gleichzeitig entstanden dabei auch die neuen Treppenhäuser im alten Kloster.

1904

Einweihung der Turnhalle am Steinsgraben; heute „Neues Theater Zeitz“

2000

Die Stadt Zeitz übernimmt das Kloster und führt umfangreiche Bauuntersuchungen und Sanierungen durch, die weiter andauern.

2011

Mit einem Festkonzert am 9. April wird die ehemalige Klosterkirche als Kulturkirche ihrer neuen Bestimmung übergeben.

 

Foto: Stadt Zeitz


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